„auf`m kaniswall _ fische überall“
Ein Kunstprojekt mit dem Bildhauer Christoph Gramberg und Schülern des Treptow-Kollegs, der Emmy-Noether-Schule, der Anne-Frank-Schule und des Alexander-von-Humbold-Gymnasiums.
Fotos und Text: Christoph Gramberg

Das Kunstprojekt war Teil des reichhaltigen Programms im 20. Jahr des Bestehens des Freilandlabors Kaniswall und nimmt Bezug auf den Namensgeber Kanis.
Die Skulpturen wurden zusammen mit den Jugendlichen entworfen und hergestellt.
Am Anfang stand die Zeichnung, nach der die Skulpturrohlinge angefertigt wurden. Anschließend arbeiteten die Schüler mit Schnitzeisen und Klüpfel die Skulpturen heraus, wobei es darauf ankam, das Charakteristische zu erfassen und zu betonen.
Ein wesentlicher Aspekt für die Prägnanz des Skulpturenensembles wurde durch die Konstellation der Fischskulpturen zueinander bestimmt. Besonders künstlerische Projekten ist ein Wandel während ihrer Umsetzung immanent. Die Bildhauer-Schüler entwickelten aus den Skulpturen eine ganz neue Dynamik. Aus dem Motiv der tanzenden und fliegenden Fische wurde eine wilde Verfolgungsjagd auf den Gosener Wiesen mit offenem Ausgang.








""Auf´m Kaniswall Fische überall" - unter diesem Motto waren 13 ausgewählte ältere Schüler des Treptow-Kollegs, der Emmy-Noether-Schule, der Anne-Frank-Schule und des Alexander-von-Humbold-Gymnasiums aus Treptow-Köpenick eine Woche lang mit dicken Stämmen aus Eichenholz beschäftigt, was vier Schülerinnen der Merian-Schule dokumentierten. Unter Anleitung des Bildhauers Christoph Gramberg, der auch das entsprechende Werkzeug zur Verfügung stellte, entstanden sehr interessante und zum Teil naturbelassene Holzfische von etwa einem bis anderthalb Meter Länge (Foto). Der absolut größte Fisch ist ein Hecht von 3,50 Metern, der bunt und wetterfest gemacht, künftig auch als Bank dienen kann. Die Akteure waren mit Begeisterung bei der Sache. Dominik Milas und Anne-Christin van Eift von der Emmy-Noether-Schule meinten: "Es ist toll, dass wir zeigen konnten, dass wir auch künstlerisch begabt sind. Die Arbeit machte viel Spaß, ist aber für die Hände sehr anstrengend." Was zu verstehen ist, denn stundenlang mit einem Holzschlegel auf die unterschiedlichsten Beitel einzuschlagen, um dem Holz Leben einzuhauchen, das ist für einen Ungeübten zweifellos anstrengend. Die nächsten Besucher werden an diesem Fischpark, der auch an den Fischer Kanis erinnern soll, der vor rund 200 Jahren hier lebte, viel Freude haben."
von Dr. Peter Vollmann, Müggelheimer Bote, 17. Jahrgang, Ausgabe 7/2011, Juli 2011